PegasoReise


wilder Osten 5 – polnische Gastfreundschaft
07/08/2008, 16:24
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Ewelina und Jacek hatten uns eingeladen, wenn wir in Katowice vorbeikommen sie zu besuchen. Da das auf unserem Weg lag haben wir uns kurz vorher gemeldet und wurden direkt eigeladen, auch über Nacht in ihrer Wohnung zu bleiben. Sie holten uns am Stadtrand ab uns lotsten uns erst einmal zu ihrem Wohnblock. Wir durften die polnische Gastfreundschaft in Reinform kennen lernen. Jacek hat uns ein typisch polnisches Gericht gekocht, die beiden haben uns ein historisches Arbeiterviertel und die Innenstadt gezeigt und immer wieder betont, dass es doch eigentlich garnicht sehenswert ist. Katowice liegt in einer Art Ruhrgebiet Polens, geprägt von Kohlebergwerken und Industrie.

Aber eben auch mit alten Häusern, die von den Ursprüngen der Industrialisierung erzählen. Wir erzählen uns noch bis in die Nacht von unseren Reisen und diskutieren über die Europäische Union. Am nächsten Morgen bekommen wir noch Käsekuchen, selbst gemachten Wein, polnische Würste, Mais, Pflaumen und Bier als Reiseproviant.

An dieser Stelle nochmals Dziekuje, Ewelina und Jacek! Nach einer herzlichen Verabschiedung fahren wir wieder Richtung Westen. 

Eine Nacht verbringen wir noch in Oettern bei Weimar und schauen uns natürlich die Stadt noch am nächsten Morgen an. Dann geht es aber auf die Autobahn Richtung Zuhause. Um sechs Uhr kommen wir in Hattingen an und werden von unserer Hausgemeinschaft mit einem Grillen im Garten empfangen.

Die Reise war aufregend und sehr schön. Auch wenn wir nicht durch die Ukraine gefahren sind und eigentlich in Rumänien noch die Bukowina besuchen wollten hat uns absolut gefallen. Vor allem Rumänien und Polen wollen wir wieder besuchen.

Hier sind noch ein paar Fotos.



wilder Osten 4 – Touristische Vereinigung in der Tatra
03/08/2008, 14:43
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Wir bekommen tatsaechlich Spass am Wandern. Unsere naechste Station ist die Hohe Tatra im Norden der Slowakei.

Wir landen auf einem Campingplatz, der in den 60er Jahren Teil eines grossen sozialistisches Freizeitzentrums gewesen sein muss. Der Campingplatz steht noch, ein dazugehoeriges Hotel ist schon verlassen, dafuer stehen noch ein paar Kneipen und wir trinken abends ein Bier in einer sixties-Bar mit rot-weisser Originaleinrichtung und werden in der nacht von Kirmespop eines angrenzenden Sport-Events beschallt. Als Kontrast dazu gehen wir zwei Autositz-Potatoes am naechsten Tag wandern im Tatra Gebirge. Zu Fuss! Echt!

Am Freitag fahren wir um die Tatra auf die polnische Seite und landen in Zakopane, dem touristischen Epizentrum Polens. Ewelina, die Polin die wir in Rumaenien getroffen haben, hatte uns gewarnt, dass es very crowded sei.  Sie hatte recht. Und wir wandern durch die Stadt, die aus interessanten Holzhaesern und Touristen besteht.

Am nachmittag fahren wir nach Krakau. Hier finden wir einen Campingplatz in Citynaehe und lassen den Berlingo stehen. Wir sind zwar schon Profis im Auf- und Abbauen, es ist aber auch schoen, abends in ein gemachtes Berlingobett zu steigen. Das juedische Viertel ist eine Art Kreuzberg Krakaus, alternativ und nicht so herausgeputzt.

Morgen sind wir bei Ewelina und Jacek in Katowice eingeladen.



wilder Osten 3 – Duschen im Polizeihaus
31/07/2008, 12:55
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Die Ankunft in Rumaenen war wirklich aufregend. Natuerlich wurde der Strassenbelag schlagartig schlechter und in Satu Mare mussten wir lange nach dem in der Karte eingezeichneten Campingplatz suchen. Irgendwo bei einer Badeanlage mit Kneipe sollte der sein. Nach herumfragen zeigt mir eine nette Dame den Bereich hinter der Kneipe. Ein heruntergekommener Platz, Spermuellhaufen, ein verrostetes Tor, fuer das ihr Mann nach dem Schluessel suchen muss. Wir fahren rein und duerfen uns einen Platz aussuchen. Nur eine andere Familie campt hier noch. Zwei alte Dacias aus den 80er Jahren, ein Zelt aus den 70ern, ein Dach aus Plastikfolien sitzen sie zu fuenft vor einem kleinen Fernseher.

Wir stellen uns vor und Daniel, der Familienvater spricht zum Glueck gutes Englisch und uebersetzt fuer uns. So kommen wir ins Gespraech, es sind echt nette Leute und langsam weicht die Anspannung. Die einzige Toilette und Dusche ist ein kleines Raeumchen im Seiteneingang eines Polizeihaeuschens, das sich ebenfalls auf dem Gelaende befindet. Usselich, aber so haben wir zumindest das Vergnuegen, bei der rumaenischen Polizei zu duschen.

Am Abend kommt noch ein junges Paar aus Polen mit Zelt und Auto vorbei. Sie haben so wie wir auch das Problem mit der Waehrung, die Rumaenen denken noch in tausend Lei, wo man mittlerweile seit der letzten Waehrungsreform drei Nullen streichen kann. So kommen wir auch ins Gespraech. Am naechsten Morgen gibt uns Daniel noch den Hinweis, das es in der Bukowina Ueberschwemmungen gab und viele Strassen gesperrt sind. Ewelina und Jacek, die Polen geben uns Tipps fuer die Reise durch Polen und wir tauschen unsere Adressen aus.

Dann sind wir noch zwei weitere Tage durch Rumaeninen gefahren, durch winzige Doerfer, vorbei an Pferdefuhrwerken und Schlagloechern, Berge rauf und runter, Rumaenien gefaellt uns sehr. Wir besuchen den Froehlichen Friedhof in Saptana und eine grosse Holzkirche in Suceava.

Gestern sind wir zurueck nach Ungarn, heute in der Slowakei, dann geht es nach Polen.



Wilder Osten 2 Tschechien, Oesterreich, Ungarn, Slowakei
26/07/2008, 12:10
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Mittlerweile sind wir in Ungarn angekommen. In Prag haben wir einen ganzen Tag verbracht und sind dann am naechsten morgen aufgebrochen. Nach Brno und dann auf einem wunderschoenen Landweg durch Oesterreich. An Wien und Brastilsava vorbei Richtung Budapest. Es ist erstaunlich, wie laendlich es nur wenige Kilometer von solch grossen Hauptstaedten ist.

Urspruenglich wollten wir bis Budapest  fahren, aber nach Dresden und Prag haben wir erstmal genug von Grossstaetten. Wir fahren am Neusiedler See vorbei, ein Weltkulturerbe zwischen Ungarn un Oesterreich.  Wir bleiben auf der Oesterreichischen Seite, finden einen Campingplatz und bauen unser Reisemobil auf. Die oesterreichische Sprache ist einfach lustig zu hoeren, bisher kannte ich sie nur aus dem Kabarett. Es reicht fuer uns, um Kaiserschmarren und Wiener Schnitzel zu bestellen.

Am Freitag brechen wir dann auf nach Ungarn. In den Doerfern am See gibt es zwar ein paar kleinere Grenzuebergaenge, die aber nur zu Fuss zu ueberqueren sind. Nach einigen Suchen kommen wir aber doch rueber. Dann fahren wir wieder stundenlang ueber Landstrassen, die durch viele Doerfer fuehen. Es ist nicht so sortiert-schnuckelig wie in Oesterreich, eher einfach und unrenoviert. Wir orientieren uns an der Donau und fahren parallel zur Grenze Ungarn – Solwakei. Durch Zufall kommen wir durch die kleine Stadt Eszdergom die uns auf den ersten Blick gut gefaellt. Wir finden einen Campingplatz und bleiben. Ein netter Ort. Auf dem Platz sind viele Ungarn, Oesterreicher aber auch Niederlaender. Ein Ungar, der gut Deutsch spricht gibt uns ein paar Tipps fuer die Weiterfahrt.




Wilder Osten 1
23/07/2008, 17:40
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Vorgestern haben Sonja und ich uns aufgemacht, den unbekannten Osten zu erkunden.

Ueber den Landweg durch eine schoene Landschaft sind wir von Dresden nach Tschechien gekommen. Kurz nach der Grenze fallen erst einmal die Schnickschnacklaeden und Bordelle auf. Dann wurden wir von der Polizei angehalten und sollten fuer nicht angeschaltetes Licht 500 Kronen Strafe zahlen. Willkommen in Osteuropa! Zum Glueck konnten wir nach einer kurzen Diskussion ungesraft weiterfahren. 

In Prag haben wir hier einen kleinen Campingplatz in Citynaehe gefunden. Manchmal faellt das Wasser aus, also alle Klischees stimmen. Heute sind flanieren wir durch Prag und lassen es uns bei boehmischen Essen und in einem Bio-Cafe gut gehen.


Morgen geht es ueber die Slowakei nach Ungarn.
Ahoj!