Claudios Reise


wilder Osten 3 – Duschen im Polizeihaus
Juli 31, 2008, 12:55
Gespeichert unter: Berlingo, Wilder Osten | Schlagworte:

Die Ankunft in Rumaenen war wirklich aufregend. Natuerlich wurde der Strassenbelag schlagartig schlechter und in Satu Mare mussten wir lange nach dem in der Karte eingezeichneten Campingplatz suchen. Irgendwo bei einer Badeanlage mit Kneipe sollte der sein. Nach herumfragen zeigt mir eine nette Dame den Bereich hinter der Kneipe. Ein heruntergekommener Platz, Spermuellhaufen, ein verrostetes Tor, fuer das ihr Mann nach dem Schluessel suchen muss. Wir fahren rein und duerfen uns einen Platz aussuchen. Nur eine andere Familie campt hier noch. Zwei alte Dacias aus den 80er Jahren, ein Zelt aus den 70ern, ein Dach aus Plastikfolien sitzen sie zu fuenft vor einem kleinen Fernseher.

Wir stellen uns vor und Daniel, der Familienvater spricht zum Glueck gutes Englisch und uebersetzt fuer uns. So kommen wir ins Gespraech, es sind echt nette Leute und langsam weicht die Anspannung. Die einzige Toilette und Dusche ist ein kleines Raeumchen im Seiteneingang eines Polizeihaeuschens, das sich ebenfalls auf dem Gelaende befindet. Usselich, aber so haben wir zumindest das Vergnuegen, bei der rumaenischen Polizei zu duschen.

Am Abend kommt noch ein junges Paar aus Polen mit Zelt und Auto vorbei. Sie haben so wie wir auch das Problem mit der Waehrung, die Rumaenen denken noch in tausend Lei, wo man mittlerweile seit der letzten Waehrungsreform drei Nullen streichen kann. So kommen wir auch ins Gespraech. Am naechsten Morgen gibt uns Daniel noch den Hinweis, das es in der Bukowina Ueberschwemmungen gab und viele Strassen gesperrt sind. Ewelina und Jacek, die Polen geben uns Tipps fuer die Reise durch Polen und wir tauschen unsere Adressen aus.

Dann sind wir noch zwei weitere Tage durch Rumaeninen gefahren, durch winzige Doerfer, vorbei an Pferdefuhrwerken und Schlagloechern, Berge rauf und runter, Rumaenien gefaellt uns sehr. Wir besuchen den Froehlichen Friedhof in Saptana und eine grosse Holzkirche in Suceava.

Gestern sind wir zurueck nach Ungarn, heute in der Slowakei, dann geht es nach Polen.


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