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Während Sonja noch arbeitet und ich frei habe fahre ich ein paar Tage in den Norden. Nach langer Zeit will ich Kerstin bei Hamburg besuchen und Volkher, einen Diakonenbruder besuchen, der an der Ostsee einen Campingplatz betreut. Und ich will wieder ein paar Tage mit dem Motorrad unterwegs sein. 
Am Montag geht es los. Bis Hannover fahre ich über die Autobahn, dann aber bis Fuhlenhagen nur auf Landstrassen. Über Celle und Lüneburg geht es durch Wälder und Felder, die Landstrassen im Norden sind Aleen, einfach wunderschön. Und ich komme gut voran. Nach 8 Stunden gemütlicher Fahrt komme ich auf Kerstins Bauernhof an. Nachdem ich meine Klamotten reingetragen und mich schon mal auf dem Balkon gesetzt habe kommt auch Kerstin vom Feld. Wir kochen uns was und erzählen viel.
Dienstag – Frühstück mit Kerstin
Nach einem guten Frühstück (mein ersstes uund Kerstins zweites um 8.000 Uhr) fahre ich weiter in den Osten. In Gross-Kordshagen zwischen Rostock und Stralsund betreut Volkher, ein Diakonenbruder aus dem Martineum einen kleinen Campingplatz. Der liegt knapp am Boddenmeer vor einer Halbinsel, ist sehr klein (ca. 50 Plätze) und wunderschön. Drumherum ist einfach nichts, nur Natur und Ruhe.
Noch ist der Platz ein Geheimtipp, Volkher will ihn auch nur für Durchreisende, Fahrradfahrer und Naturfreunde ausbauen. Es gibt ein paar kleine Unterstellplätze, eine Rezeption in einem alten DDR – Bauwagen (Weltkulturerbe, wie Volkher betont) und eine große Feuerstelle. Am Abend lerne ich einen Wandergesellen (einen echten Zimmermann auf traditionellen Wanderschaft) und seine Freundin kennen, die dort Urlaub machen. Wir sitzen am Feuer und machen uns Stockbrot – aussen lecker verbrannt und innen lecker roh, wie es sich gehört.
Mittwoch – Frühstück mit dem Wandergesellen & Freundin
Nach einem Spaziergang zur nahegelegenen Badestelle (10 min. mit dem Rad, 30 zu Fuss) mache ich einen Ausflug in die Stadt Barth. Ein Pfarrerehepaar, das ich auf dem Campingplatz kennen lernte gab mir den Tip, dass die Kirchengemeinde in Barth ein Lesecafé neben der Kirche eingerichtet hat. Dort setze ich mich mit einem guten Buch in einen der Sessel, trinke eine Schokolade und lasse es mir gut gehen. Auf dem Rückweg mache ich einen Schlenker an den Ostseestrand und laufe ein wenig am offenen Meer entlang.
Donnerstag – Frühstück mit Volkher
Leider regnet es am Donnerstagmorgen. Ich packe das Zelt nass ein und fahre zu Volkher, der mich zum Frühstück eingeladen hat. Nach einem herzlichen Wiedersehen und guten Frühstück mache ich mich auf den Heimweg. Obwohl ich fast nur Autobahn fahre dauert es eine Ewigkeit, bis ich am späten Abend nass in Hattingen ankomme.







