PegasoReise


Reifenpanne – Jesus hilft
07/02/2010, 14:34
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Von Sete Lagoas nach Diamantina gibt es eine unasphaltierte Strasse, die 50 km kuerzer als die asphaltierte ist. Die nehmen wir. Wir fahren ueber rote Erde, Steine und Sand, vorbei an Rinderweiden und kilometerweit nichts als Buesche und Baeume. Auf der Haelfte der Strecke passiert es. Der hintere Reifen ist platt. Mitten im Niemandsland. (weiterlesen…)



Besuch bei SERPAF
01/02/2010, 12:51
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Sete Lagoas

In Sete Lagoas treffen wir Vanessa, mit der wir bisher nur per Email Kontakt hatten. Vanessa lebt und arbeitet seit sechs Monaten in Brasilien, in dem Projekt SERPAF macht sie ein Freiwilliges Soziales Jahr. SERPAF hat drei Einrichtungen in Sete Lagoas, das Kinder und Familien unterstuetzt. “Eigentlich bin ich gelernte Buerokauffrau, aber nach der Ausbildung wollte ich erst einmal etwas richtig Sinnvolles machen.” erzaehlt Vanessa, die schon richtig gut portugiesisch spricht und in einer Capoeira Gruppe mitmacht. Sie nimmt uns mit in die Vororte der 750.000 Einwohner Stadt. Sete Lagoas ist eine  mittelgrosse Stadt mit den in Brasilien ueblichen Problemen an den Raendern: den Favelas.

favelas

Die Menschen leben dort in einfachen, selbstgebauten Haeusern in schwieigen sozialen Verhaeltnissen zwischen groesstenteils nicht asphaltierten Wegen und ohne Anschluss an die Kanalisation. “Mittlerweile hat die Stadt angefangen,  Abwasserrohre zu verlegen.” Vanessa zeigt uns die Creche von SERPAF, eine Art Kinderhort, in dem sie eine Gruppe von 22 Kindern zwischen 2 und 4 Jahren betreut. Insgesamt werden etwa 100 Kinder in dem Projekt mit mehreren Mahlzeiten taeglich versorgt. Die aelteren Kinder koennen vor- oder nach der Schule zu SERPAF kommen und bekommen dort ein Spiel- und Foerderprogramm. In der Cooperativa Belo Vale, einem weiteren Standort von SERPAF koennen Erwachsenen aus den Favelas, meistens die Muetter eine Ausbildung in Kunsthandwerk, Naehen oder in einer professionellen Backstube erlernen.

Kids

“Das Spielen und die Auseinandersetzung mit den Kindern macht mir besonders viel Spass.” Vanessa zeigt uns die Gebaude des Projektes. “Manchmal erzaehlt mir ein Kind einfach so seine gesamte Lebensgeschichte.” Wir unterhalten uns noch ueber die unterschliedlichen Lebensstile von Deutschen und Brasilianern, Vanessa zeigt uns die beste Eisdiele der Stadt und ich habe einen fetten Sonnenbrand.

Hier koennt ihr mehr ueber SERPAF, das besonders von der Ev. Kirchengemeinde Essen-Werden unterstuetzt wird, erfahren:

www.serpaf.de

serpaf



unter Priestern und Woelfen
27/01/2010, 00:18
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In Ouro Preto regnet es viel und heftig. Auf dem Campingplatz duerfen wir unsere Motorradklamotten zum trocknen unter ein Kioskvordach ha~engen, aber an Waschen ist hier nicht zu denken. Ein bisschen Wellness goennen wir uns aber doch. Zwischen all deñ alten Kolonialbauten finden wir auch einen “Barbeiro”, vermutlich auch aus der Zeit. Er schneidet uns die Haare und wir sind wieder die bestaussehndsten deutschen Motorradfahrer in Minas Gerais.

Renato, einer der ersten Motorradreisenden mit dem wir Kontakt ahtten, gab uns den Tipp, in den Naturpark Caraça zu fahren. Dort gibt es das “Santuario”,ein ehemaliges Priesterseminar, das mittlerweile als Gaestehaus genutzt wird. Caraça ist wirklich wunderschoen und die Athmosphaere im Santuario einzigartig. Einer der Priester (es gibt noch welche) heisst und willkommen und wir uebernachten in einem Seminaristenzimmerchen.

Mich fasziniert auch das ueppige Buffet. Auf einem Holzfeuer koennen wir schon beim Fruehstueck Broetchen roesten, Kaese und Spiegeleier braten und Kuchen essen. Ich habe ja schon viele evangelische Gaestehaeser kennengelernt, aber die Katholiken verstehen echt zu leben.   Wir erkunden einen der vielen Wanderwege im Naturschutzgebiet der es wirklich in sich hat. Eine anstrengende Kletterpartie durch den Regenwald, die sich gelohnt hat. 

 Wolf

Eine skurrile Besonderheit des Santuarios ist die Fuetterung der Woelfe. Jeden Abend stellen die Priester etwas Fleisch vor die Kirche und die Woelfe kommen aus dem Wald um sich das Essen zu holen. (Auch das gibt es bei den Evangelen nicht…) Woelfe, so lernen wir, sind sehr scheu. Sie kommen nur kurz und fluechten schnell vor dem Blitzlichtgewitter der anderen Gaeste.

Santuario



Rio – Minas Gerais
21/01/2010, 21:41
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Markt der Nordestinos

Rio ist wirklich faszinierend. Auch der Strassenverkehr. Sogar eine Nachtfahrt mit ungewollter Exkursion in ein Favelagebiet (GPS ist nicht alles…) haben wir ueberlebt. Daniel, der Sohn von Guilherme meinte nur “Es ist doch schoen, wenn auch etwas Aufregendes passiert.” Die Familie hat uns gut aufgenommen und uns Merkwuerdigkeiten gezeigt  wie den Nordeste – Markt (Spezialitaeten und Kultur aus dem Nordosten Brasiliens und irgendwie auch ein Treffpunkt und Partymeile der Nordestinos) und eine Probe der Sambaschulen.

Samodromo

Diese Probe haben wir uns kleiner vorgestellt. Es war ein Spektakel im Sambodromo mit tausenden von Zuschauern (Einritt frei), wie Karneval nur ohne Kostueme.

Wir nehmen schweren Herzens Abschied denn es zieht uns wieder in die hoeheren und kuehleren Regionen. In Teresopolis wandern  wir zu Fuss durch den Urwald im “Orgelgebirge” und sehen den “Dedo de Deus”, den Finger Gottes.

Finger Gottes

Mit dem Motorrad fahren wir in den Bundesstaat Minas Gerais durch wunderschoene Berge und Taeler. Hier wurde frueher viel Gold und andere Rohstoffe abgebaut. Vom Goldrausch sind noch ein paar Barockstaedte uebriggeblieben wie Ouro Preto (“schwattet Gold”) mit vielen pitoresken Gebaeuden, durch die wir einen Tag lang streifen. Zwischendurch gibt es heftige tropischen Regenschauer. Und natuerlich schauen wir uns auch unter Tage um.   Glueck auf!

Mina Chico Rei



Rio de Janeiro
16/01/2010, 03:10
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Es gibt Campingplaetze, die es nicht gibt. Das GPS fuehrt uns in nach Volta Redonda, eine Stadt mit Stahlindustrie aber ohne Campingplatz. Nach stundenlanger Suche uebernachten wir im 3 Sternehotel, am naechsten Morgen versammeln sich die Stahlarbeiter um das Motorrad und machen Faxen. “Gute Fahrt nach Bahia, da kommen wir auch her. Da ist es zwar auch so heiss wie hier, aber es weht wenigstens ein kuehles Windchen.”

Aus dem Internet haben wir die Adresse eines Campingplatzes in Vassouras, den es auch nicht gibt und nach den Angaben mehrer Bewohner auch nie gab. Ueber unsasphaltierte Pisten landen wir auf einer ehemaligen Kaffeefarm, die mittlerweile zu einem teuren Hotel mit Appartmenthuetten umgebaut wurde. Wir kommen mit dem Besitzer ins Gespraech und er bietet uns eine unrenovierte Huette zum Preis einer Campingplatzuebernachtung an. Hugo, so heisst er, hatte eine  deutsche Urgrossmutter und wir unterhalten uns den ganzen Abend.

Dann fahren wir in die Stadt Rio. Ein Brasilrider hat uns angeboten, an der Autobahn abzuholen und durch die Stadt zu lotsen. Guilherme faehrt ein brasilianisches Harley – Kopie und laedt uns erstmal in sein Haus ein. Wir lernen seine Frau Gloria, seine Soehne Dilton und Daniel sowie seine Freundin Juliane kennen und werden direkt eingeladen, ein paar Tage in ihrem Haus zu bleiben. Das Angebot nehmen wir gerne an. Sie fahren uns durch die Stadt, wir treffen in der Altstadt Maria José, die uns durch den historischen Teil Rios fuehrt. Die brasilianische Gastfreundschaft und der Humor erstaunt uns immer wieder. Heute Nachmittag habe ich noch die Aprilia zu einer Werkstatt zur Inspektion gebracht. Der Besitzer ist ein Freund von Guilherme und moechte das umsonst erledigen.



Abkuehlung in den Bergen
09/01/2010, 21:02
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Wir verlassen Curitiba und fahren ans Meer. Ins neue Jahr haben wir mit Tante Salete und Onkel Tadeu gefeiert. Kueste ist sehr heiss. Und weiter Richtung Norden wird es noch heisser. In Morettes waren wir erstmals selbst eine Touristenttraktion. (weiterlesen…)



Unterwegs in Suedbrasilien
30/12/2009, 18:44
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Gestern haben wir noch einige Schrauben am Motorrad ersetzt und uns auf die Weiterreise vorbereitet. (weiterlesen…)